![]() |
| MUNDGESUNDHEIT | Über uns | Produkt | Richtlinien | Anmelden | Links | Suchen |
Helden in historischen Romanen wirken furchterregend avantgardistisch, wenn beschrieben wird, wie sie sich zum Entsetzen ihrer weniger aufgeklärten Mitmenschen die Zähne putzen. So nachzulesen auch in einem Mega-Bestseller wie «Taipan». Aber womit putzten sich die fortschrittlichen Leute früher ihre Beisser! Mit Salz, Back- und Scheuerpulver, mit allerlei Wässerchen und Pülverchen, wie sie fahrende Händler und reisende Bader feilhielten. Aber das Prinzip war damals das gleiche wie heute: Weg mit den Zahnbelägen! Nach dem Mittagessen verwandeln sich in den elegantesten Seminarhotels und nobelsten Restaurants die Toilettenfoyers in veritable Badezimmer. Viele der jungen und jüngeren Gäste zücken ihre Taschensets mit Zahnbürste und Zahnpasta, um so rasch wie möglich die Reste des edlen Lunchs loszuwerden. Im Zeitalter der elektrischen Zahnbürsten gestehen jedoch selbst Zahnärzte der Menschheit zu, dass es genügt, die Zähne nur morgens und abends, dafur aber sehr gründlich zu reinigen. Kinder allerdings sollen auch die Reinigung nach dem Mittagessen beibehalten. Bis die Kinder in die Schule gehen, noch besser auch noch während der Primarschulzeit, sollte einmal täglich ein Erwachsener den Sprösslingen beim Zähneputzen assistieren. Gelegentlich sollte mit Färbemitteln kontrolliert werden, ob auch immer und überall gründlich geschrubbt wurde. Wie peinlich, wenn rote Flecken bleiben! Und welch ein Ansporn, es künftig besser zu machen. Auch viele Erwachsene müssen sich bei der eigenen Nase oder besser bei den eigenen Zähnen nehmen. Ein paar Mal hin und her mit ausgefranster Bürste voller Bakterien genügt einfach nicht. Heute lernen schon Kindergartenschüler, wie richtiges Zähneputzen aussieht: In kreisenden Bewegungen, auf und ab, niemals horizontal, und immer in der gleichen Reihenfolge, Zahnflächen, Zahnbödeli, oben, unten, links, rechts, je nach Gusto, aber immer gleich. WUSSTEN
SIE SCHON
.....dass vor 8000 Jahren Zahnpatienten berauschende Kräuter zu sich nahmen, um die Schmerzen der primitiven Behandlung weniger zu spüren? ______________________________________________________________ ______________________________________________________________________________________________________________
Elektrische Zahnbürsten haben einen eingebauten Rhythmusregler. Galten früher drei Minuten als das absolute Minimum, genügen heute auch zwei Minuten. Immer nach 30 Sekunden setzt der Mechanismus einen Moment aus, damit der Mensch weiss: jetzt kommt ein anderes Mundviertel dran. Sehr praktisch für Leute, die sich beim Zähneputzen nicht auf diese Tätigkeit konzentrieren, sondern bereits daran denken, was alles sie anschliessend erledigen müssen. Wichtig ist es auch, dass das Zahnfleisch mit der Bürste massiert wird. So wird es regelmässig durchblutet und bildet weniger Taschen, in denen sich Entzündungsherde bilden können. Aber auch das beste Zähneputzen nützt nur halb so viel, wenn nicht auch die Zahnzwischenräume regelmässig und gründlich gereinigt werden. Alle Leute haben schon bei der Dental-Hygienikerin und beim Zahnarzt gelernt, einen halben Meter Zahnseide abzuschneiden, in um einen Finger in jeder Hand zu schlingen und den Faden wie eine Säge zwischen den Zähnen auf und ab, hin und her zu bewegen, bis fast zu den Wurzeln hinunter, um auch die verstecktesten Essensreste herauszufischen. Aber nicht allen fällt es so einfach, wie es beschrieben wird. Einfacher ist es, ein passendes Bürstchen, das aussieht wie ein Mini-Flaschenputzer, in einen grünen Metallhalter zu stecken, um die Zahnzwischenräume sauber zu kriegen. Oder ein Zahnhölzchen abzubrechen. Oder einen Kunststoff-Stick mit Schmirgelspitze zu verwenden. Alles mit dem gleichen Ziel. Wie auch immer das Hilfsmittel aussieht: Die Zahnzwischenräume sollen vor dem Zähneputzen bearbeitet werden, damit die Zahnbürste den gelockerten Unrat abtransportieren kann. Unterwegs behilft sich
der moderne Mensch mit Zahnstochern
oder Kaugummi. Und freut sich darauf, abends mit seidenglatten
Beissern und reinem Gewissen dank reiner Mundhöhle
in den verdienten Schlaf zu sinken .
Das raffinierteste Make-up, der attraktivste Dreitagebart
werden abgewertet durch ein ungepflegtes Lächeln. Im Munde muss
beginnen, was leuchten soll im Gesicht. |